Steuernachzahlung kaum zu vermeiden; keine Amnestie für Rentner

München (sw) Die Finanzämter beginnen derzeit, die Rentenbezugsmitteilungen der letzten Jahre auszuwerten.

Rentenempfänger sollten sich jetzt wappnen, da im Einzelfall empfindliche Steuernachzahlungen drohen. Mit der Neuregelung der Besteuerung der Alterseinkünfte wurde das sogenannte Rentenbezugsmitteilungsverfahren eingeführt. Mit den Rentenbezugsmitteilungen stehen den Finanzämtern Informationen über sämtliche seit 2005 ausbezahlte Renten zur Verfügung, und zwar nicht nur von der gesetzlichen Rentenversicherung, sondern auch von privaten Versicherungen oder Versorgungswerken.

Die Finanzämter überprüfen jetzt, ob eigentlich Einkommensteuer hätte gezahlt werden müssen, obwohl keine Steuererklärung abgegeben wurde und ob alle Renten richtig und vollständig in der Einkommensteuererklärung angegeben wurden. Senioren müssen damit rechnen, dass immer öfter auch Steuerstrafverfahren eingeleitet werden.

Eine Rentner-Amnestie gibt es nicht!

Vor diesem Hintergrund ist jedem Rentenempfänger zu raten, sich rechtzeitig mit der eigenen steuerlichen Situation zu befassen. Denn nur so kann man sich vor teuren finanziellen Überraschungen schützen.

Durchatmen kann man noch für ein paar Tage in Bayern. In München hat das Finanzministerium für  Bayern als erstes Bundesland in diesem Jahr den sog. „Weihnachtsfrieden“ bekanntgeben. Steuerzahler müssen zum Jahresende nicht mit Forderungen des Finanzamts rechnen. Ab 20. Dezember bis einschließlich Neujahr unterlassen die Ämter alle Maßnahmen, die in der Weihnachtszeit als „nicht angebracht“ empfunden werden könnten.

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