Unterhalt: Wohneigentum wird nicht angerechnet

(Berlin) Aufwendungen für den Unterhalt und eine etwaige Berufsausbildung von gesetzlich gegenüber dem Steuerzahler unterhaltsberechtigten Personen können im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen steuerlich geltend gemacht werden.

Eine Voraussetzung ist, dass die unterhaltsberechtigte Person über kein oder nur geringes Vermögen verfügt. Dabei bleibt ein angemessenes Hausgrundstück, das der Unterhaltsempfänger bewohnt, bei der Feststellung nun auch von Gesetzes wegen außer Ansatz; § 33a Abs. 1 Satz 4 EStG wurde um einen entsprechenden Halbsatz erweitert:

„…und die unterhaltene Person kein oder nur ein geringes Vermögen besitzt; ein angemessenes Hausgrundstück im Sinne von §90 Absatz 2 Nummer 8 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch bleibt unberücksichtigt…“

Die Angemessenheit lt. §90 (2) Nr. 8 XII SGB bestimmt sich nach der Zahl der Bewohner, dem Wohnbedarf (zum Beispiel behinderter, blinder oder pflegebedürftiger Menschen), der Grundstücksgröße, der Hausgröße, dem Zuschnitt und der Ausstattung des Wohngebäudes sowie dem Wert des Grundstücks einschließlich des Wohngebäudes.

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